ilgesasa

this is the diving blog of the diving family.

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January 7th, 2009

1. TG: cotton hill

während wir den exakten ankerplatz suchen, sind um uns herum jede menge delfine. nur leider sehen wir sie beim tauchgang dann nicht. sehr schade! beim anziehen im wasser verliere ich unsere geliebte aufblase-wurst. möge sie in frieden ruhen! sucht sehr schlecht, unten auf 30m ist es schon sehr kalt. wieder überall baumwollkorallen.

2. TG: ???

bini bricht den TG schon an der leine ab. sehr, sehr schlechte sicht. oben richtig milchig, unten wieder extrem kaltes wasser. ein langer anzug wär wohl besser gewesen! viele krabben & krebs bei seeigeln. in fast jedem loch “spielhöllen-aale” (wir wissen nicht was es ist & schon gar nicht wie es heißt), viele fächerkorallen in rot & lila.

nachdem wir in einem kleinen laden zu mittag gegessen haben, hat mir luis am playa estero surfunterricht gegeben. zuerst am strand die trockenübungen, dann im wasser zuerst mit seiner hilfe, anschließend ganz alleine. ich kann nur sagen: WOOOOOOW!!!! es hat so viel spaß gemacht, alleine liegend auf dem brett die welle runterzudonnern, dass ich oft gar nicht wusste, ob ich aufstehen mag oder nicht. ein paar mal bin ich dann aber richtig gestanden & würde ich am meer wohnen, es wär wohl ein neues hobby für mich. aber von österreich aus ist das wohl ein bisschen schwierig.

nachdem es schon den ganzen tag über diesig war, begann es am abend richtig zu regnen & im gesamten dorf fiel der strom aus. der zweite versuch in der pizzeria war auch nicht erfolgreich, also sind wir in das 2. restaurant donde viancka’s gegangen. bei kerzenschein haben wir gegessen, was wir kriegen konnten. in santa catalina muss man schnell sein: sobald das essen aus ist, gibt es einfach nix mehr. dann muss man hungrig ins bett.

January 6th, 2009

1. TG: la yuida

starke strömung, an einem seil auf die ‘plattform’ runtergehantelt. wir sind die einzigen aus 2 gruppen, die es (länger) geschafft haben. allen anderen ist es zu tief oder zu stark. sind aber auch 38m! unten ist ein feld aus ‘baumwollkorallen’, daneben ein schwarm jacks. es hat sich also auf alle fälle ausgezahlt! beim auftauchen beobachten wir ein gelbes etwas: wir wissen nicht was es ist. ein wurm? eine kaulquappe?

2. TG: wahoo rock

beim abtauchen am seil tauchen sicher 200 mobulars an uns vorbei, die karawane nimmt gar kein ende – ein majestätischer anblick & wirklich wunderwunderschön! viele nesseltiere sind unterwegs: tauchen mit kurzem anzug ist keine gute idee. wer hat uns das schon immer gesagt? gerhard. eh klar!

3. TG: ???

gerhard schwimmt ein bisschen raus auf die sandfläche in richtung blauwasser. eine vorahnung? wir sehen 50 – 100 mobulars, aber vor freude & aufregung lasse ich einen schrei los -> ALLE WEG! aber gemeinsam innerhalb von 0,0006 sekunden! sonst hört doch auch nie jemand auf mich?! dann noch ein wahnsinniger weissspitzenhai, der ständig einem tigerenten-fisch wie ein esel einer karotte folgt. in einer höhle entdecken wir 3 weitere, die sind aber äußerst unerfreut über unseren unangekündigten besuch! wir haben für meine aufblasewurst eine neue konstruktion erstellt, es zeigt sich aber, dass es blödsinn war: als mich gerhard beim aufwickeln sieht, zerreisst es ihn fast vor lauter lachen.

nachdem wir wieder zurück in santa catalina waren, sind wir wieder in das hotel sol y mar zu luis gezogen. blöderweise mussten wir unser gesamtes equipement den berg rauftragen. uff! am abend hat er uns dafür in eines der drei restaurants geführt – eine echte italienische pizzeria – aber es war geschlossen: der besitzer ist nach panama city gefahren, um ein auto zu kaufen & ohne ihn läuft nix im laden. also die anderen abgeklappert & im letzten fanden wir auch endlich etwas zu essen.

January 5th, 2009

1. TG: montana russa

das boot wurde beim falschen felsen befestigt, also mussten wir zuerst zum richtigen hinstrampeln. ganz schön anstrengend! adlerrochen-schule kommt aus dem blauwasser bei uns vorbei. krabben bei seeigeln entdeckt. schöne große schildkröte!

2. TG: sombrero pilo

beim abtauchen einen bleigurt entdeckt, den ich unserem guide übergebe. eine adlerrochenschule mit ca. 20 stück segelt 2x bei uns vorbei. in einer höhle zwei weissspitzenhaie entdeckt. “gelbschwarz gestreifte fischis” beim sex beobachtet. mein computer dreht irgendwie durch. gerhard sticht sich bei einem seeigel. einsiedlerkrebs auf meiner hand.

3. TG: Baso 20

Bini fotografiert zum ersten mal mit unserer neuen UW-kamera. weissspitzenhaie auf dem sandboden. languste, die sehr groß & außerdem weit heraußen ist. während sabrina & gerhard fotografieren bzw. filmen, schaue ich über die schulter & sehe mobulars. waren aber zu weit weg!

am abend wurde dann in der rangerstation gegrillt. es hat irrsinnig lange gedauert, bis wir endlich was zu essen bekommen haben. aber dafür, dass es der erste versuch war, hat es ganz gut geschmeckt. aber nach 3 tauchgängen ist man eh mit so gut wie jeder mahlzeit äußerst zufrieden!

January 4th, 2009

wir haben einen dreitages-trip nach coiba mit der tauchbasis scuba coiba, die von dem österreicher herbert geführt wird, gemacht:

1. TG: punta bago

auf dem weg richtung coiba. sehr dunkel & schlechte sicht durch viel plankton. adlerrochenschule + sehr große schildkröte. brechen den tg ab ohne etwas unserem guide zu ‘sagen’. bekommen dann schimpf.

2. TG: cholos rock

mobular (= kleine mantas) schule. finden eigenartige seeigel – oder sind es seegurken? – die ihre farbe ändern. sonst nichts.

3. TG: iglesia

weissspitzenhaie auf der sandfläche. krebs-fisch-symbiose-höhlen. languste, die von einem drückerfisch angegriffen wird & sich nicht recht wehren kann. extrem viele kofferfische, die ziemlich unaufmerksam einfach so in der gegend rumschwimmen. man kann sie fast fangen!

January 2nd, 2009

Heute trennte sich unsere Gruppe zum ersten Mal und wahrscheinlich letzen Mal auf dieser Reise auf. Gruppe 1, die aus der Familie Surenjan bestand, verbrachte den Morgentauchgang beim Altair de Virginia , wo sie unzähligen Hammerhaien und sogar einer Schule begegneten, die 20 Tiere umfasste.

Der Rest (Arvid, Peter, Lorenc, Papa Wolfgang und Max) machte sich etwas später zu einem Extremtauchgang beim Bacho de Monstruo auf, bei dem sie in Tiefen von bis zu 65 Metern vorzudringen hatten, dafür aber mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt wurden – Mit einer Begegnung mit dem äußerst seltenen Schildzahnhai, der lange Zeit für endemisch (auf Deutsch: nur hier vorkommend) gehalten wurde. Womit allerdings keiner der Taucher gerechnet hatte, nicht einmal unser Tauchguide, der die Chance einem Schildzahnhai mit 50 zu 50 angab, war, dass wir nicht nur einem der Deep-Sea-Giganten begegneten sondern zehn auf einmal. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat sich so etwas zugetragen und wir haben die Urfesten dieser Welt erschüttert! Vermutlich! =D Auf jeden Fall gehört dieser Tauchgang für alle von uns zu den besten unserer Tauchkarriere und hat sich regelrecht in unser Gehirn eingebrannt. Natürlich hatten wir in solchen Tiefen bald den Großteil unserer Luft verbraucht und mussten zur Oberfläche zurück, wo wir 25 Minuten Deko- und Sicherheitsstopp einhielten. Sicherheit geht vor! ;) Hier trafen wir noch auf einen Adlerrochen und einen Oktopus.

Beim zweiten Tauchgang war die gesamte Tauchfamilie wiedervereint und wir machten uns auf zu La Nevera , angeblich dem besten Hammerhaispot Malpelos. Leider wollten sie sich auch beim dritten Versuch nur schemenhaft zeigen. Dafür hatten wir eine Hautnahbegegnung mit einer sich nicht paarenden Schildkröte.

Der dritte und letzte Tauchgang vor Malpelo. Naja, was soll ich dazu sagen. Das Briefing bestand aus vielleicht hmm 10 Wörtern. Ungefähr so:”Lllllla Navera?” “Hm, na was anderes.” “Vagamares?” “Ja ok. Probier mas.” “Na dann auf. Malllllpelo.” Gut, dass keiner an die Strömung denkt, die schon den ganzen Tag stark war. ;) Auch egal. Der letzte Tauchgang… Ein Kampf ums Überleben. Nur leider kämpft man gegen den Pazifik. Der Großteil unserer Gruppe konnte sich zwar irgendwie am Riff anhängen, einer von uns wurde jedoch wieder abgetrieben. Diesmal war Papa Wolfgang an der Reihe. Aber zum Glück war der Schlauchbootfahrer Samuel gleich zur Stelle und hat ihn irgendwo im nirgendwo wieder gefunden.

Nach diesem Tauchgang hat Arvid die Inula von der Mooring losgelöst und es hieß “Tschüss Malpelo!” und “Hallo 1 1/2 Tage Überfahrt nach Panama”.

Am Abend haben wir die Silvesterfeier auf Österreichzeit vorverlegt und schon um 18:00 gejubelt. Etwas später ließen wir dann die Korken knallen und sogar vier “Made in Austria”-Raketen wurden vom Schiff aus abgefeuert. Nur hat keiner an Bord das panamnesische Silvester erlebt, da sich alle zwischen neun und halb zehn in ihre Höhlen zurückgezogen haben.

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