Weihnachten 2013/14: Ilse & Gerhard in Nabucco

Phase one: wie alles begann

Bild aufgenommen am 24. 12. 2013 in Nabucco Ilse und Gerhard  Mitglieder  der Divingfamily aus Österreich

Bild aufgenommen am 24. 12. 2013 in Nabucco Ilse und Gerhard
Mitglieder der Divingfamily aus Österreich

Viel zu spät kamen wir auf die Idee doch noch eine Tauchreise zu machen. Es waren verschiedene Optionen im Gespräch unter anderem auch in den kalten Norden nach Finnland zu fahren um unsere Tochter Sabrina zu besuchen, die in Vaasa studiert. Aber zu dieser Zeit ist es fast immer dunkel, es ist kalt und so entschlossen wir uns tauchen zu gehen.

Wir erinnerten uns, dass wir vor 10 Jahren auf Nabucco waren, wir das waren Gerhilde (fast 80 Jahre alt) Gerhard, Ilse und unsere ältere Tochter Sarah. Sabrina unsere Jüngere hatte eine Beinverletzung und konnte daher nicht mit.

Immer wenn wir uns unseren Film von Nabucco ansahen war der Ausspruch “WOW was wir da alles gesehen haben!” Unter anderem hatten wir eine Walhaibegegnung.

Ilse im Big Fish Country

Ilse im Big Fish Country

 

Phase two: Die Anreise um 7 Ecken

München- Abu Dhabi

Ohne dass wir es wussten, war der Abflug vorverlegt!! Wir dachten, wir wären die ersten beim einchecken tatsächlich waren wir die Letzten! Und es war schon Boarding. Uff geschafft, das hätte ganz schön schief gehen können.

Abu- Dhabi – Djakarta

Der Abflug verspätet sich um über 1 Stunde! Wir hatten aber nur knapp 2 Std. Pufferzeit in Djakarta!

Mit Hilfe eines netten jungen Airportbegleiter der uns durch das ganze Airportsystem trieb, kamen wir schnaufend zum Boarding. Wir sind neugierig, ob unser Gepäck auch da ist?

Djakarta – Balikpapan

Als wir zum Gepäcksband kamen, freuten wir uns, weil uns ein Koffer entgegenkam. ABER es war der EINZIGE. Wo waren die anderen? In Russland auf Besuch??

Alles gemeldet wird hoffentlich alles wieder gut.

Übernachtung im 5 Sternehotel „Grand Senyur Hotel“ ein riesen Zimmer und 4 verschiedene Restaurants. Abgeschlagen besuchten wir eines davon und trösteten uns mit gutem Speis und Trank.

Beim Frühstück erschienen unsere vermissten Koffer, oh welch ein Jubel, jetzt kann nichts mehr schief gehen! Glaubt man!

Balikpapan – Berau

Nach dem einchecken schaue ich auf unsere Boarding Time und bin wie vom Blitz getroffen! Statt 13.25 stand da 16.20 Uhr. Ich hin zum Schalter it must be a mistake!! We have a transit from Berau to Nabucco. Sorry aber die Maschine ist delayed. Na servas. Das einzig positive am Flughafen war, dass man wirklich einen ausgezeichneten Espresso bekam. Letztendlich sind wir statt um 13.55. um 17.50 geflogen.

Da es zu gefährlich ist, in der Nacht zur Insel zu fahren, haben wir 1 Nacht im Hotel verbracht, super gut gegessen und am nächsten Tag um 7.00 Uhr auf nach Nabucco!!!

Die Überfahrt war eigentlich ruhig. Speed-boat 41 Knoten, da geht was  weiter. Trotzdem 3 H!!!!!

 

Phase three: Tauchen

Start 23.12.

Wir starten noch am selben Tag mit dem Tauchen!
Der Tauchgang, wie immer etwas chaotisch, da wir immer nicht wissen, wieviel Blei wir brauchen!! (wir sollten uns das wirklich einmal aufschreiben). Noch immer etwas abgeschlagen von der Anreise, sind wir aber in unserem Element Wasser entzückt von der Unterwasserwelt. Und uns präsentierten sich gleich ein ruhender Leopardenhai und natürlich viele Rifffische und auch verschiedene Prachtschnecken.

24.12.

Santa Clause is coming und die Kinder dreier amerikanischer Familien sind schon aufgeregt und hängen ihre aus Servietten gebastelten Strümpfe auf den „Weihnachtsbaum“. Wir vermissen unsere Töchter und können mit ihnen über Skype plaudern. Bei uns kommt ja das Christkind und wir haben daher in Österreich schon vorgefeiert mit geschmücktem Baum, Geschenken und Weihnachtsliedern.

Aber wir sind ja zum TAUCHEN hier.

Tauchgänge liegen zwischen 20 – 32m je nach Lage. Es gibt schöne Steilwände, Korallengärten mit Hart und Weichkorallen und wir haben in Summe viel gesehen.

Eine bunte Vielfalt an Rifffischen, Fische groß und klein, Haie (Grau und Schwarzspitzenhaie) und verschiedene Schildkröten (Karett und Suppenschildkröten), Zackenbarsche, verschiedene Barsche (Juwelenbarsch, Harlequinbarsch) Fusilierfische, Schnapper, Kaiserfische, Rotfeuerfische, Soldatenfische, Eidechsenfische, Trompetenfische, Fahnenbarsche.

Aber auch Garnelen (vor allem bei Nachttauchgängen) ,Knallkrebse, Langusten, Krabben, und vor allem meine Lieblinge Pygmäenseepferdchen und Mandarinfische.

Cave:

Unser tiefster Tauchgang mit Martin, dem Basisleiter. 43m geht man in eine Höhle, die sich nach hinten verjüngt. Manchmal sieht man hier große schlafede Ammenhaie! ABER wir haben einen Babyamenhai gefunden!!! Voll geil!

Ein Baby-Ammenhai! :)

Ein Baby-Ammenhai! :)

Außerdem waren Langusten in der Höhle und dann beim Hinaustauchen, dieser Blick – fantastisch!

Ilse(Mitglied der Divingfamily) in the Cave Dezember2013  Lumix mit Scheinwerfer

Ilse(Mitglied der Divingfamily) in the Cave Dezember2013 Lumix mit Scheinwerfer

Sangalaki

Sangalaki, aus 2 Gründen sehr bekannt:

  1. Jelly-fish-lake (Quallensee)
  2. Mantapoint

Auch heuer hatten wir wieder Glück, die Mantas waren nach längerer Abwesenheit wieder da! In Summe 4 Stück, aber die Sicht war sehr bescheiden. Wir hatten endlich den Mut, die Go-Pro Kamera unter Wasser auszuprobieren. Es wäre eine Hammeraufnahme geworden, wenn der Chip in der Kamera gewesen wäre! Manta mit weit geöffnetem Maul! Shit happens!

Der Zugang zum Quallen-See ist in den letzten 10 Jahren top ausgebaut worden, und ist zum Tourismuscenter geworden. Schade, aber noch immer faszinierend!

Ilse im Jellyfishlake.

Ilse im Jellyfishlake.

Kakapan

Da pfeift’s! Ein guter Strömungstauchgang mit 3 Haibegegnungen.

Big fish Country

Unser Lieblingstauchplatz, immer Strömungstauchgänge von leicht bis Ohren anlegen, aber auch immer Großfische, Haie, Napoleon, Barakudaschwärme (siehe Film), Adlerrochen und andere. Am HOOK hängend beobachten. , loslassen und ab geht die Post!

Phase four: Die Insel Nabucco

Die Insel umrundet man in ca. 20 Minuten. Wir hatten einen Bungalow mit Meerblick, wobei bei Ebbe das Wasser weit zurück geht und kein Meer zu sehen ist. Der Bungalow ist gemütlich und geräumig, mit einem Balkon und Liegen zum Relaxen nach den Tauchgängen.

Geleitet wird die Insel von einem Schweizer Paar, Doris und Martin. Sie sind sehr hilfsbereit und haben für alle ein offenes Ohr! Martin hat uns auch in “The Cave” mitgenommen!

Besonders überrascht waren wir jedoch über die Verköstigung! Wir buchten Vollpension, es ist aber auch Halbpension möglich. Das Essen war fantastisch! Immer mit indonesischen Einschlag und obwohl Ilse nicht so scharf essen mag, war sie voller Begeisterung. Es gab mehrmals eine indonesische Reistafel, wo ja für jeden Guster ein Schüsselchen dabei ist. Normalerweise nimmt man beim Tauchen ja etwas ab, in unserem Fall war das nicht so… ;)

Phase five: Der Heimflug

Am 5. 1. 2014 startete die Heimreise von Nabucco zuerst mit einem Trinkgeld Fiasko. Unser geliebter Tauchguide musste das ihm persönlich gegebene Trinkgeld in die Gemeinsamkasse abliefern. Ilse regelte das mit unserer Art.

Die Überfahrt nach Berau war zum Glück ohne Seegang. Wir schafften den Transfer dadurch in 3 Stunden mit einem Speedboot über 40Knoten bei 2x250PS und Sesselanordnung für 22 Personen wie in einem Flugzeug.

Pünktlich (dh. mit 30min Verspätung – ist immer noch pünktlich für Indonesien) verließ unser Flieger Berau. Allerdings nicht ohne  Streit mit dem Bodenpersonal, damit das Gepäck bis München durchgecheckt wird.

In Balikpapan gehen wir am Gepäcksband vorbei und wir sehen zufällig unseren orangen Koffer – dann kamen alle Gepäcksstücke vom Band. Wir waren ziemlich aufgebracht. Auch mit Jakarta hatten wir abgeschlossen. Ok, die Maschine werden wir nach Abu Dhabi nicht mehr erreichen.

Doch in Jakarta war alles wieder anders. In Bali verursachte ein Computerausfall die totale Verspätung von 40 Passagieren und damit den Start in Jakarta.

Die Maschine wartete auf uns!!!!!!! Allerdings konnte keiner das Gate sagen. Jeder sagte etwas anderes – und auf der Bordkarte stand natürlich das Gate nicht.

So hetzten wir von Gate zu Gate – jeder sagte etwas anderes – und nach jedem Gate glaubten wir – wir kommen zu spät. Wir waren da auch nicht alleine, sondern 20 weitere Personen teilten unser Schicksal und hetzten mit uns mit.

In Abu Dhabi kamen wir mit Verspätung an – und da wir immer noch 3 Stunden Zeit bis zum nächsten Abflug hatten, glaubten wir das Paradies der Flughäfen erreicht zu haben. Wir waren 2h zu spät – aber unser Puffer von mehr als 5 h sagte uns – da geht sich locker alles aus!

Aber dann stand ich 5H (grrrrrrr!!!)   am Transitschalter und kämpfte:

  1. Dass unser Ticket gültig ist – dort gab es uns nicht mehr – obwohl das Gepäck nach München durchgecheckt war
  2. Dass wir es am 6. 1. trotzdem noch schaffen – Ilse musste in die Schule
  3. Gegen 7 Franzosen, die sich immer vordrängten und denen das Schicksal der Österreicher egal war

Lösung: Franzosen und wir gehen ins Hotel und am nächsten Tag flogen wir in der Business Class (Upgrade!) nach Amsterdam und von dort Anschluss nach München. Der geschaffte Gerhard – es wurde ihm gesagt wenn wir das Gepäck nicht brauchen – wäre besser aufgehoben am Terminal, sieht beim Hinausgehen sein Tauchgepäck mit neuer Tarierweste bei lost and found stehen. ??? Ich nahm diese sofort ins Hotel mit. Bei der Verabschiedung von unserem Problemmanager wurde versichert, die anderen 3 Gepäckstücke sind safe am Airport.

Abu Dhabi

Ein Tag in dieser Stadt lohnt sich.

Der Luxus pur – sollte die reichste Stadt der Welt sein

Und was sie noch hat diese Stadt: die größte Moschee der Welt aus weißem Marmor.

Am nächsten Tag geht’s in 2 Autos zum Airport: 2,5H vor dem Abflug. Die Odyssee geht weiter, da 1 von 3 Gepäckstücken fehlt – der blaue Koffer. Es dauerte die Suche bis knapp vor den Abflug.

Business class – wir schliefen

In Amsterdam sind alle 3 Gepäckstücke nicht da. Eines konnten wir bei Lufthansa, die uns nach München brachte, einchecken.

Security – das muss Ilse beschreiben mir fehlen da immer noch die Worte.

Ich kam zum Abflug zu spät.

Meine Gedanken bei rasselndem Atem zum Gate – Ilse war vorausgerannt:

Wenn ich jetzt für immer zusammenbreche – ich bin fast 61 – dann verklagt hoffentlich Ilse die Idioten von der Security!

Im Flugzeug bekamen wir von der Lufthansa eine Flasche Champagner vom Stewart geschenkt, als er unsere traurige Geschichte erfuhr.

In München – man kann es schon erraten – ja richtig: Es fehlten natürlich 3 Gepäcksstücke – also die wir schon in Abu Dhabi am Terminal ließen. Lost and found gab dem Wiederauffinden bei Garuda Airlines keine Chance.

0k wir waren da echt deprimiert – mein sonstiger „Gepäcksoptimismus“ war am Tiefpunkt.

Anna als Abholer war ein Licht am Ende des Tunnels nach Linz – wo wir als erstes einen zünftigen Schweinsbraten einwarfen.

Am Freitagabend waren die fehlenden 3 Gepäckstücke in unserer Wohnung.

Eine lange Geschichte aber … am Schluss alles gut gegangen – noch einmal hier ein Dankeschön an Ilses Kolleginnen & Anna!

2006 Galapagos – ein paar Worte über Taucherglück!

Sabrina, Ilse und Gerhard von der Divingfamily, waren im September/Oktober  2006 auf den Galapagos Inseln, eines der schönsten Tauchgebiete der Welt. Wir hatten 46 !!! Walhaibegegnungen. In Palau trafen wir 2009 einen Engländer der war genau nach uns im Jahr 2006 auf dem gleichen Schiff auf der gleichen Tour und der sah gar keinen Wahlhai. Eine Woche später!!!!! Er konnte damals die Erzählungen nicht glauben, die wir ihm 2009 leider bestätigen mußten.

So ist halt das Glück auch immer mit dabei. Wie lachten darüber, und unser Glück rächte sich postwendend. Nach Palau waren wir auf Yap, berühmt für Mantas.

Wir gehören zu den wenigen Tauchern die in Yap keinen Manta sahen. Zum Glück kamen wir am German Channel in Palau vorher mit Mantas auf unsere Kosten.

 

Gerhard

Sabrina und Gerhard in Yap Jänner 2010


Unsere Reise führte uns von Malaspascua über Cebu, Manila, Palau und Guam nach Yap. Liebe Leser wir waren eine Woche in Yap – und wir sahen keinen Manta, nicht einen sondern eben keinen. Wir sind dort zwar bedauert worden aber wir haben eben keine gesehen. Grund war sicherlich das schlechte Wetter und dadurch bedingt eben eine sehr schlechte Sicht( es war wahrlich eine richtige Milchsuppe). Es waren wahrscheinlich eh Mantas da – aber bei der Sicht hatten wir keine Chance. Gottseidank haben wir davor auf den Philippinen und auch in Palau (German Channel) sehr viele gesehen.

Trotzdem genießt die Bilder: Continue reading