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this is the diving blog of the diving family.

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January 2nd, 2009

Heute trennte sich unsere Gruppe zum ersten Mal und wahrscheinlich letzen Mal auf dieser Reise auf. Gruppe 1, die aus der Familie Surenjan bestand, verbrachte den Morgentauchgang beim Altair de Virginia , wo sie unzähligen Hammerhaien und sogar einer Schule begegneten, die 20 Tiere umfasste.

Der Rest (Arvid, Peter, Lorenc, Papa Wolfgang und Max) machte sich etwas später zu einem Extremtauchgang beim Bacho de Monstruo auf, bei dem sie in Tiefen von bis zu 65 Metern vorzudringen hatten, dafür aber mit einem unvergesslichen Erlebnis belohnt wurden – Mit einer Begegnung mit dem äußerst seltenen Schildzahnhai, der lange Zeit für endemisch (auf Deutsch: nur hier vorkommend) gehalten wurde. Womit allerdings keiner der Taucher gerechnet hatte, nicht einmal unser Tauchguide, der die Chance einem Schildzahnhai mit 50 zu 50 angab, war, dass wir nicht nur einem der Deep-Sea-Giganten begegneten sondern zehn auf einmal. Noch nie in der Geschichte der Menschheit hat sich so etwas zugetragen und wir haben die Urfesten dieser Welt erschüttert! Vermutlich! =D Auf jeden Fall gehört dieser Tauchgang für alle von uns zu den besten unserer Tauchkarriere und hat sich regelrecht in unser Gehirn eingebrannt. Natürlich hatten wir in solchen Tiefen bald den Großteil unserer Luft verbraucht und mussten zur Oberfläche zurück, wo wir 25 Minuten Deko- und Sicherheitsstopp einhielten. Sicherheit geht vor! ;) Hier trafen wir noch auf einen Adlerrochen und einen Oktopus.

Beim zweiten Tauchgang war die gesamte Tauchfamilie wiedervereint und wir machten uns auf zu La Nevera , angeblich dem besten Hammerhaispot Malpelos. Leider wollten sie sich auch beim dritten Versuch nur schemenhaft zeigen. Dafür hatten wir eine Hautnahbegegnung mit einer sich nicht paarenden Schildkröte.

Der dritte und letzte Tauchgang vor Malpelo. Naja, was soll ich dazu sagen. Das Briefing bestand aus vielleicht hmm 10 Wörtern. Ungefähr so:”Lllllla Navera?” “Hm, na was anderes.” “Vagamares?” “Ja ok. Probier mas.” “Na dann auf. Malllllpelo.” Gut, dass keiner an die Strömung denkt, die schon den ganzen Tag stark war. ;) Auch egal. Der letzte Tauchgang… Ein Kampf ums Überleben. Nur leider kämpft man gegen den Pazifik. Der Großteil unserer Gruppe konnte sich zwar irgendwie am Riff anhängen, einer von uns wurde jedoch wieder abgetrieben. Diesmal war Papa Wolfgang an der Reihe. Aber zum Glück war der Schlauchbootfahrer Samuel gleich zur Stelle und hat ihn irgendwo im nirgendwo wieder gefunden.

Nach diesem Tauchgang hat Arvid die Inula von der Mooring losgelöst und es hieß “Tschüss Malpelo!” und “Hallo 1 1/2 Tage Überfahrt nach Panama”.

Am Abend haben wir die Silvesterfeier auf Österreichzeit vorverlegt und schon um 18:00 gejubelt. Etwas später ließen wir dann die Korken knallen und sogar vier “Made in Austria”-Raketen wurden vom Schiff aus abgefeuert. Nur hat keiner an Bord das panamnesische Silvester erlebt, da sich alle zwischen neun und halb zehn in ihre Höhlen zurückgezogen haben.

December 27th, 2008

Liebe europäische Fans unserer kleinen, aber feinen Tauchgemeinde!

27.12.2008

Guten Morgen auf der Inula! Guten Morgen Malpelo! Guten Morgen Wolken und Geschaukel! Guten Morgen Zodiac!

Vor dem Frühstück absolvierten wir einen Tauchgang begleitet von Hammerhaien und einem Adlerrochen. Der Tag plätscherte dahin wie ein Bergbach, nachdem es Wochen nicht geregnet hat. Doch dann –> Ein Lichtblick in der Finsternis der panamnesischen Vorhölle. 2. Tauchgang – Hinab ins Nichts. Plötzlich ein Muränenfelsen namens Baju Suani (auf dt. möglicherweise: Medusenhaupt). Sonst nichts von diesem Tauchgang zu melden. Doch langsam, liebe Leser, stieg die Spannung in der Luft. Alle Teilnehmer der Reise witterten den Umschwung der Gegebenheiten. Auf der Fahrt zurück zur Inula konnten plötzlich alle den an den Wänden widerhallenden Ruf unseres Guides Arvid vernehmen, welcher verlautbarte:”Baitball(laut Ilse: Pitbull)!”. Keiner konnte es so recht fassen. Erst als wir die am Himmel kreisenden Boobies (auf dt.: Tittchen) erkennen konnten, war es allen klar — Wir konnten mit einem echten Unterwassergemetzel rechnen. Nachdem wir die Flaschen im Bruchteil weniger Sekunden gewechselt hatten und König Arthur (=Gerhard im Tauchgewand; siehe Foto) das Signal zum Frontalangriff auf den Baitball in die Stillen des Ozeans hinausgebrüllt hatte, schwangen wir uns auf den Rücken unseres Schlachtschlauchbootes und stürzten uns in die Fluten. Nachdem wir mit unseren von der Sonne gegärbten Rücken die oberste Schicht des Pazifiks durchbrochen hatten, glaubten wir unseren Augen nicht trauen zu können. DOCH ES WAR WAHR! Unter Wasser erwarteten uns tausende Red Snapper (ein Stück Red Snapper kostet in Los Angeles zur Zeit mehrere hundert Dollar), welche von etwaigen Haiarten (u.a.: Seidenhaie, Galapagoshaie und Graue Riffhaie) gejagt wurden und um ihr Leben kämpften. Keiner wagte es aufzutauchen, da bis zu 2 Meter lange Gelbflossen-Thunfische wie Geschosse über uns hinwegzischten. Kurz noch etwas mehr zu den Haien: Nur dank der Aufsicht unseres Guides und eines überaus abgebrühten, 16-jährigen Tauchers war es uns möglich die nervösen Giganten von uns fernzuhalten. Obwohl unser Puls auf bis zu 300 Schläge (= eine Hyperbel) pro Minute stieg, gelang es uns unvergessliche Aufnahmen und Erfahrungen, die unser Leben nachhaltig prägen sollten, zu sammeln.

Den Tag ließen wir mit einem Dämmerungstauchgang bei einem Spot namens Los Tres Mosqueteros (auf dt.: Die Drei Musketiere) ausklingen. Wir hatten dunkle, scheinbar-niemals-enden-wollende Höhlen zu durchtauchen und wurden beim Safety-Stop von Delfinen begleiten. Nach einem schmackhaften Abendessen wurde ich, ebendieser, oben erwähnter, auf die 20 zugehender, durchtrainierter Vereinsmeister der Schwimmgemeinschaft Wiener Neustadt… =D … beauftragt einen Text über den heutigen Tag zu verfassen, was ich meiner und der Meinung aller nach mit Bravour gemeistert habe.

Grüße an alle Menschen! Besonders an Mama von mir und Papa!

I love all of you,

Max und Wolfgang Melchard (angehende Mitglieder der Divingfamily)

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