Mal schnell und mal langsam in Musandam

Heute morgen gibt es keinen Wakeup-Call, aber zum Glück meinen Iphone-Wecker. Wir kommen trotzdem schwer aus dem Bett und trödeln ziemlich herum. Also wird das Frühstück und das Sieben-Sachen-Packen vor dem Tauchen ziemlich hektisch. Auch hier geloben wir Besserung!

extra divers musandam

diving @ musandam island

Zweiter Tauchtag mit den Extra Divers Musandam

Wir werden wieder abgeholt und begrüßen unsere dänischen Mit-Taucher im Auto. Heute sind wir insgesamt nur zu sechst auf dem Tauchboot, das ist ganz angenehm. In der Basis werden wieder alle Sachen zusammen gepackt, verladen und dann geht es den gleichen Weg wieder retour – an unserem Hotel vorbei – noch etwas weiter und zum Hafen. Papa meinte heute, warum die Basis überhaupt dorthin gestellt wurde ist ihm nicht ganz klar. Mir eigentlich auch nicht.

diving @ musandam island

diving @ musandam island

Barracuda Ride

Der erste Tauchgang des Tages fand wieder bei Musandam Island statt. Der Tauchspot heißt „Barracuda Ride“, weil hier 1) eine ganz schöne Strömung herrscht und 2) sich in der Strömung oft viele Barracudas tummeln. Wir haben zwar eine ordentliche „current“, aber keine Barracudas. Die Sicht ist echt schlecht und wir sausen nur so dahin unter Wasser. Mit richtig viel Speed! Papa trifft dabei fast einen Felsen mit dem Rücken, aber dreht sich noch rechtzeitig um. Beim Vorbeisausen entdecke ich eine kleine Höhle mit mindestens vier RIESEN Langusten – aber leider ist der Papa schon vor mir und kann nicht mehr zurück, um reinzufilmen. (Jaja, gibt weder Foto noch Video, nicht mal Augenzeugen!)

diving @ musandam island

Wir krachen um die Kurve herum in die Bucht rein und sind beide zugegebenermaßen ziemlich aus der Puste. Ich auch ein bisserl aufgeregt! Die Strömung ist echt heftig, aber es macht Mörder Spaß sich mittreiben zu lassen! Uns geht aber die Luft aus, also ist nach einer dreiviertel Stunde Schluss und wir tauchen auf.

Logbuch: 13.10.2015, 10:18 Uhr, 44 min, 33.1m

diving @ musandam island

Pipi Beach

Der zweite Tauchspot befindet sich wieder vor dem Festland. Wir tauchen in einer Bucht mit rechter Schulter am Riff in recht seichtem Wasser. Am Anfang bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob das ein guter Tauchgang wird. Aber es soll der bisher schönste werden.

diving @ musandam island

Unglaublich viele verschiedene Fischarten, große Schwärme, wirklich schöne Korallenformationen und wahnsinnig viel Leben auf den Sandflächen. Wir entdecken zwei sehr mutige Clownfische, die wir lange filmen und aus der Reserve locken wollen. Gerhard und ich machen uns auch auf Makro-Suche – beinahe eine Premiere! Und natürlich: die Deppen haben’s Glück! Wir filmen eigentlich kleine Fische zwischen einem Seeigel mit langen Stacheln, als mir unter den Stacheln auf dem Sand kleine durchsichtige Krabben auffallen. Ha! Aber es klappt leider nicht wirklich mit dem Filmen der kleinen durchsichtigen Scheißerchen. :(

diving @ musandam island

Zum Auftauchen bewegen wir uns vom Riff weg, mehr ins blaue Wasser (das eigentlich durch das trübe Wasser nicht wirklich blau ist). Aus dem Nichts kommt ein „Quallenschwarm“, wenn man das so nennen kann. Mit ewiiiiig langen Tentakeln schweben die Schwibbel-Schwabbel durch die Bucht. Das schaut zwar schön aus, muss uns aber nicht unbedingt zu nahe kommen. Mich hat gestern eine an der Hand bzw. am Unterarm erwischt und ich hab seitdem mit Juckreiz und Nesselausschlag zu kämpfen. Papa im Shorty braucht also nicht wirklich einen Annäherungsversuch mit ihnen starten.

Logbuch: 13.10.2015, 12:38 Uhr, 32°C(???), 61 min, 9.8m

diving @ musandam island

Vom Strömungs-Speed zum Schneckentempo

Im Hotel begrüßt uns schon der Fahrer, der uns den Schneider gezeigt und das Geld für die Hose vorgestreckt hat. Heute geht es sich nicht mehr aus, aber er würde die Hosen morgen früh bringen (es bleibt also spannend!). Wir sollen einstweilen das Geld umtauschen.

Also bringt uns ein Omani mit seinem Golfwagen zum Lulu Market – wir erinnern uns: Eine Strecke für die man eigentlich 5 Minuten zu Fuß braucht.

Golfwagerl-Tour

Das Golfwagerl hat aber nicht genug Saft oder aber wir sind zu schwer oder irgendwas sonst stimmt mit diesem Ding nicht. Wir kriechen im Schneckentempo dahin und ich schwöre, die Mama mit Humpelbeinchen hätte uns überholen können. Noch dazu fährt der Typ nicht gerade aus, sondern umfahrt das gesamte Gelände! Ich habe mich die ganze Zeit circa so gefühlt:

Nach 15 Minuten (!), in denen ich am liebsten angeschoben hätte, sind wir dann endlich vor dem Market und so schnell haben wir gar nicht schauen können, ist der Typ mit seinem Wagerl auch schon á la „Rette sich wer kann“ davon „gedüst“. HAHAHAHA!!! Ich wünschte echt, Bini hätte das miterleben können. :D :D :D

Khasab

Ausblick von unserem Hotel

Nach dem Fuß“marsch“ zurück, gehen wir direkt Abendessen in unser eigenes Hotelrestaurant. Leckerstes Garnelen-Curry mit Kokos! Und frisch gepresste Fruchtsäfte, echt megamegamega gut. Den Vorsatz weniger zu essen, haben wir übrigens nicht eingehalten. ;)

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